Donnerstag, 8. März 2012

Die Starre weicht

Das ewig neue Werden kann wohl zu keiner Zeit besser verfolgt werden als im Frühjahr. Äußerst eindrucksvoll zeigt es uns die Flora vor, aber auch die Fauna hat den Höhepunkt ihrer Reproduktion (welch wenig stimmungsvolles Wort) in Frühling.



Die Milde siegt, das Starre weicht,
es zeigt sich Nass, wo Schollen tauen.
Nun hebt ein Suchen an, ein Schauen
wo früher Lenz schon Buntes streicht
auf Wiesen und am Rand der Auen.

Der Boden schluckt den kleinsten Strahl,
benutzt ihn, dass den grünen Trieben
es leichter fällt sich hochzuschieben
um sich in Farben sonder Zahl
und Form in Bienen zu verlieben.

Ein Grasfrosch strebt zum off‘nen Teich,
befreit von schützend schweren Erden.
Er kennt des Frühjahrs Lockgebärden,
sät junges Leben an, den Laich,
 als Teil im ewig neuen Werden. 


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